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Fsutil

Fsutil ist ein Befehlszeilenprogramm, mit dem Sie verschiedene Aufgaben im Zusammenhang mit FAT- und NTFS-Dateisystemen ausführen können, z.B. Verwalten von Analysepunkten, Verwalten von Dateien mit geringer Datendichte, Aufheben der Bereitstellung eines Datenträgers oder Erweitern eines Datenträgers. Da fsutil ein sehr leistungsstarkes Programm ist, sollte es nur von erfahrenen Benutzern verwendet werden, die über umfassene Kenntnisse von Windows XP verfügen. Außerdem müssen Sie als Administrator oder Mitglied der Gruppe Administratoren angemeldet sein, um fsutil verwenden zu können.

In der folgenden Tabelle sind die Unterbefehle für fsutil aufgeführt.

Befehl und die Beschreibung
behavior:
Abfragen, Ändern, Aktivieren oder Deaktivieren der Einstellungen zum Generieren von Dateinamen im Format 8.3, zur Unterstützung von erweiterten Zeichen in Dateinamen im Format 8.3 auf NTFS-Datenträgern, zur Aktualisierung des Zeitstempels des letzten Zugriffs auf NTFS-Datenträger, zur Häufigkeit, wie oft Datenträgerkontingent-Ereignisse in das Systemprotokoll geschrieben werden, und zur Größe des für die MFT-Zone reservierten Festplattenspeichers.

dirty:
Fragt ab, ob das fehlerhafte Bit eines Volumes gesetzt ist. Setzt das fehlerhafte Bit eines Volumes. Wenn das fehlerhafte Bit eines Volumes gesetzt ist, überprüft autochk das Volume automatisch auf Fehler, wenn der Computer das nächste Mal gestartet wird.

file:
Wird typischerweise von Kundendiensttechnikern verwendet. Sucht eine Datei nach ihrem Sicherheitsbezeichner, fragt zugewiesene Bereiche für eine Datei ab und legt den kurzen Namen, die gültige Datenlänge oder die Nulldaten für eine Datei fest.

fsinfo:
Wird typischerweise von Kundendiensttechnikern verwendet. Listet alle Laufwerke auf, fragt Laufwerktyp, Datenträgerinformationen, NTFS-spezifische Datenträgerinformationen oder Dateisystemstatistiken ab.

hardlink:
Erstellt eine feste Verbindung. Eine feste Verbindung ist ein Verzeichniseintrag für eine Datei. Jede Datei weist mindestens eine feste Verbindung auf. Auf NTFS-Datenträgern kann jede Datei mehrere feste Verbindung besitzen, und daher kann eine Datei in mehreren Verzeichnissen (oder im selben Verzeichnis mit verschiedenen Namen) angezeigt werden. Da alle diese Verbindungen auf dieselbe Datei verweisen, können Programme beliebige Verbindungen öffnen und die Datei ändern. Eine Datei wird nur dann aus dem Dateisystem gelöscht, wenn alle Verbindungen zu dieser Datei gelöscht wurden. Nachdem Sie eine feste Verbindung erstellt haben, kann sie von den Programmen wie jeder anderen Dateinamen verwendet werden.

objectid:
Wird typischerweise von Kundendiensttechnikern verwendet. Verwaltet Objektbezeichner, die von Windows XP verwendet werden, um Objekte wie Dateien und Verzeichnisse aufzufinden.

quota:
Verwaltet Datenträgerkontingente auf NTFS-Datenträgern, um eine genauere Steuerung der netzwerkbasierten Speicherung zu ermöglichen. Datenträgerkontingente werden auf Datenträgerbasis implementiert und ermöglichen die Implementierung von Begrenzungen für Festplattenspeicher und Arbeitsspeicher auf Benutzerbasis.

reparsepoint:
Wird typischerweise von Kundendiensttechnikern verwendet. Ruft Analysepunkte ab oder löscht sie. Analysepunkte sind NTFS-Dateisystemobjekte mit einem definierbaren Attribut und vom Benutzer gesteuerten Daten. Mit Analysepunkten wird die Funktionalität des Eingabe/Ausgabe-Teilsystems erweitert. Analysepunkte werden für Verzeichnisabzweigungspunkte und Volumebereitstellungspunkte verwendet. Sie werden außerdem von Dateisystemfilter-Treibern verwendet, um bestimmte Dateien als besondere Dateien für diesen Treiber zu markieren.

sparse:
Verwaltet Dateien mit geringer Datendichte. Bei einer Datei mit einer geringen Datendichte handelt es sich um eine Datei, in der in einem oder mehreren Bereichen keine Daten reserviert sind. Ein Programm behandelt diese nicht reservierten Bereiche so, als ob Bytes mit dem Wert 0 vorhanden sind, aber zum Darstellen dieser Nullwerte wird kein Speicherplatz verwendet. Das heißt, alle sinnvollen Daten oder Daten ungleich null sind reserviert, während alle sinnlosen Daten (große Datenbereiche bestehend aus Nullwerten) nicht reserviert sind. Beim Lesen einer Datei mit geringer Datendichte werden gemäß der C2-Sicherheitsspezifikation standardmäßig reservierte Daten als gespeicherte Werte und nicht reservierte Daten als Nullwerte zurückgegeben. Die Unterstützung von Dateien mit geringer Datendichte ermöglicht die Zuordnung von Daten von beliebigen Stellen in der Datei.

usn:
Wird typischerweise von Kundendiensttechnikern verwendet. Verwaltet das Änderungsjournal für USN-Nummern (Update Sequence Number). Dies ist ein permanentes Protokoll aller Änderungen, die an den Dateien auf dem Volume vorgenommen wurden.

volume:
Verwaltet ein Volume. Hebt die Bereitstellung eines Darenträgers auf oder fragt ab, wie viel freier Speicherplatz auf einer Festplatte verfügbar ist.

Anmerkung:

Um Hilfe zu den verfügbaren Unterbefehlen anzuzeigen, geben Sie fsutil an der Eingabeaufforderung ein, geben Sie dann den Unterbefehl und anschließend help ein (also fsutil Unterbefehl help).

Quelle:
http://www.winhelpline.info/daten/dos/fsutil.php